Für Jäger und Sammler wie mich: Fundstücke aus meiner digitalen Botanisierbüchse.

Ich nehme mir Zeit, um im Netz nach Fundstücken zu suchen. Das können Bilder, Zitate, Links sein, welche mir speziell aufgefallen sind. Das Konzept, der Inhalt? Frei wie der Wind ... Einfach überraschend, kurios, antizyklisch unaufgeregt, dem Wahren und Guten verpflichet.

Der Ethnologe Nigel Barley über das Paradies:

(Ausschnitt aus einem Gespräch mit der Wochenzeitung "Zeit")

ZEIT: Die Idee, dass es zwangsläufig zur Assimilation kommt, ist also falsch.
Barley: Das Verhältnis zur eigenen Kultur ist elastisch wie ein Gummiband. Es kann stark gedehnt werden – aber es kann sich auch wieder zusammenziehen. Dann entdecken sich manche Leute plötzlich als schottische Nationalisten oder muslimische
Fundamentalisten wieder.
ZEIT: Nun erscheint von Ihnen ein neues Buch auf Deutsch: Bali – Das letzte Paradies – Ist es das, eine Insel der Seligen?
Barley: Natürlich nicht, der Titel ist ironisch gemeint. Das Paradies ist immer anderswo, niemals hier und jetzt. Deshalb werden auch absolutistische und totalitäre Regime immer irgendwann unterminiert: weil sie das Paradies nicht erschaffen können.
ZEIT: Dennoch ist der Traum vom Paradies unsterblich.
Barley: Richtig. Kürzlich war ich auf einer Konferenz in der Schweiz, da ging es um die Idee der Utopie. Wir sassen also da, in diesem wundervollen Tagungshaus am See, die Blumen blühten, es war angenehm warm, ein sanfter Wind strich übers Land, die Vögel sangen, die Fischer jodelten über den See ... und wir zermarterten uns die Köpfe und diskutierten verbissen die Frage, wo wohl das Paradies sei.
ZEIT: Wenn Sie nicht auf das Paradies hoffen – woran glauben Sie?
Barley: Ich glaube nicht an große Welttheorien, ich lasse gerne die Luft aus den großen Gedankengebäuden. Ich glaube eher an die Menschen. Wenn Sie Ethnologe sind, dann müssen Sie letztlich an die Menschen glauben.
(Nigel Barley:  Der Ethnologe war 22 Jahre lang Kurator am British Museum in London. Berühmt wurde sein Buch »Traumatische Tropen« über die Dowayo in Kamerun)

Gibt's auch: die gute Nachricht (1)

Begrünung in der Sahelzone: Mister Rinaud will die Wüste stoppen

Die Wüste wächst - und mit ihr die Not der Menschen im Süden der Sahara. Ein Australier sagt der Versandung den Kampf an: Tony Rinaudo hat einen verblüffend einfachen Weg zur Begrünung karger Landstriche erfunden.

Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/sahelzone-fmnr-soll-ausbreitung-der-wueste-stoppen-a-838840.html

Alphabet vs DAS GANZE ALPHABET

Hier eine kleine Geschichte über eine nicht stattgefundene "digitale Begegnung" zwischen David und Goliath, bei der – wie üblich – der kleine darauf wartet, wie und ob der Grosse reagiert.

Originaltext in Deutsch:
Am Dienstag, 11. August verschickte ich nachstehendes Mail an einige Freunde und die Adresse press@google.com.
Vermerk:“Realsatire bzw. Richtigstellung“.

«Den Weltmedien ist heute (Montag, 10. August 2015) zu entnehmen, dass sich „Google“ (You Tube, Android, Drohnen-Lieferdienst „Wing», selbstfahrende Autos, intelligente Kontaktlinsen für Diabetiker, Kartendienste, usw.)  in einer neuen Holding-Gesellschaft namens Alphabet organisiert.  «Bei Alphabet geht es um Geschäfte, die durch starke Führer und Unabhängigkeit florieren», hiess es weiter.
Google-Mitbegründer Larry Page hat am Montag  10. August 2015 die Aktionäre schriftlich informiert. Ein weiterer Google-Mitbegründer, Sergey Brin, wird als Präsident der neuen Dachgesellschaft fungieren. Alle unterschiedlichen Unternehmensbereiche sollen nun eigene starke Chefs bekommen, denen Page und Brin nach Bedarf zur Seite stehen wollen. Die Suchmaschine Google wird eine hundertprozentige Tochter von Alphabet.
«Der Name der Holding-Gesellschaft steht für eine Sammlung von Buchstaben, die Sprache repräsentieren», schreibt Page.
Unklar ist noch, ob mit einer möglichen Klage zu rechnen ist, welche sich das Kleinstunternehmen „Das ganze Alphabet“ infolge Namensähnlichkeit überlegt. Der Name „Das ganze Alphabet» könnte suggerieren,  dass sein Minibetrieb im Bereich Kommunikation die Mutterfirma von „Alphabet“ sei, was nicht richtig sei. DGA-Mitbegründer Richard Keller mit Sitz in Toledo City, Cebu (Philippinen) meint, er lasse sich alle Optionen offen, u.a. die Finanzierung seiner bisherigen Gratis Jimdo-Webseite http://dasganzealphabet.jimdo.com. Das würde dann 90 U$ jährlich kosten, aber auch mehr 5 GB Speicherplatz mit sich bringen. Keller muss über Google noch herausfinden, ob Jimdo nicht auch noch eine Tochter von Google, äh äxgüsi, von «Alphabet» ist. Jedenfalls gebe ihm die ganze Angelegenheit endlich die Gelegenheit für eine weltweite Aufmerksamkeit, die er so dringend brauche …»

Von meinen Freuden erhielt ich augenzwinckernde Zustimmung, von Google aka Alphabet ein „N“ wie „Nothing“ als Nichtantwort. Es sieht so aus, als ob Goliath keinen „H“ wie „Humor“ hat oder sich für viel zu wichtig hält, um „D“ wie „David“ auch nur ein „A“ wie „Antwort“ zukommen zu lassen. Ist unser Geschäftsgebaren heute so „S“ wie „serious“, dass die „K“ wie „Kleinen“ von den „G“ wie „Grossen“ nicht mehr wahrgenommen werden?

Friendly Greetings from David to Goliath
Richard Keller


Übersetzung by google translate:
On Tuesday August 11, I sent below to email to several friends and press@google.com address. Note: „Real satire or rectification“.

„The world‘s media today (Monday, August 10, 2015) refer to that“ Google „(You Tube, Android, drone delivery service“ Wing „, self-propelled cars, smart contact lenses for diabetics, card services, etc.) in a new holding company called alphabet organized. „When alphabet is about businesses did flourish by strong leaders and independence,“ the report said.
Google co-founder Larry Page has informed-Shareholders in writing on Monday, August 10, 2015. Another Google co-founder, Sergey Brin, will serve as president of the new holding company. All different divisions will now receive Their Own strong chief, want to be as Necessary to the side where Page and Brin. The search engine Google is a wholly owned subsidiary of Alphabet.
„The name of the holding company is a collection of letters that represent the language,“ writes Page.
It is quiet unclear Whether to expect a possible lawsuit Which is the micro-enterprises „The whole alphabet“ due to similarity in name Considered. The name „The whole alphabet“ might suggest did his mini-operation in the field of communication, the parent company of „Alphabet“ was what what not right. DGA co-founder Richard Keller, based in Toledo City, Cebu (Philippines) thinks he let all options open, Including the financing of its recent free Jimdo site http://dasganzealphabet.jimdo.com. This would cost $ 90 U per year, so but bring more 5GB of storage with it. Keller has yet to find out more about Google Whether Jimdo thus a subsidiary of Google, uh äxgüsi, of „Alphabet“ is not. Anyway, give him the whole matter finally the opportunity for a world-wide attention he needed so badly did ... „

(Logo DGA with address)

From my pleasures I received augenzwickernde approval, Google aka alphabet „N“ as „Nothing“. It looks as if Goliath no „H“ as „Humor“ has or considers himself too important to „D“ as to let as get answer „David“ even to „A“. Is our business practices as „S“ as „Serious“ did the „K“ as little are no longer perceived by the „G“ as the “Great“?

Friendly Greetings from David to Goliath
Richard Keller
The whole alphabet